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D├╝ngeverordnung (D├╝V) - Fakten, kurz und knackig


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Neuerungen D├╝V

Mit diesem Artikel informieren wir Sie ├╝ber die novellierte D├╝ngeverordnung (D├╝V), sowie die f├╝r 01.01.2021 anberaumte Inkrafttretung der Ausf├╝hrungsverordnung D├╝ngeverordnung (AVD├╝V):

Die im Sommer 2020 angebauten Kulturen und Zweitfrüchte waren die ersten Früchte, für welche die neuen Vorgaben der seit 1. Mai 2020 geltenden Düngeverordnung umzusetzen waren. Dementsprechend gelten für die ab Frühjahr 2021 zu rechnenden Düngebedarfsermittlungen (DBE) folgende Änderungen:
  • Grundlage der DBE ist der Ertragsdurchschnitt der letzten 5 Jahre (bisher 3 Jahre)
  • Der Stickstoff einer organischen Herbstd├╝ngung zu Wintergerste oder -raps ist im Folgejahr voll anzurechnen (bisher 10%)
  • Die Mindestwirksamkeit von Rinder- und Schweineg├╝lle bzw. von fl├╝ssigen Biogasg├Ąrresten wird auf Ackerland um 10% erh├Âht (auf Gr├╝nland ab 2025)
  • Ausbringverluste d├╝rfen nicht mehr ber├╝cksichtigt werden


Neuerung D├╝V Bereits diese Versch├Ąrfungen werden den Minerald├╝ngereinsatz tierhaltender Betriebe zwangsl├Ąufig reduzieren, oder auf der anderen Seite zur Abgabe organischer Wirtschaftsd├╝nger dr├Ąngen.

Der N├Ąhrstoffvergleich und seine betriebliche Bewertung entf├Ąllt ab dem Jahr 2020. Stattdessen sind s├Ąmtliche D├╝ngema├čnahmen schlagspezifisch innerhalb von 2 Tagen unter Angabe folgender Parameter zu dokumentieren:
  • Schlagbezeichnung und -gr├Â├če,
  • D├╝ngerart mit N├Ąhrstoffgehalten und Ausbringmenge
  • aufgebrachte Gesamtmengen an Gesamt-N, Ammonium-N und Phosphat
  • f├╝r organische Wirtschaftsd├╝nger: Anteil tierischer Herkunft [%] getrennt nach N und P

Bis 31. M├Ąrz des Folgejahres sind alle aufgebrachten N├Ąhrstoffmengen zu einer Gesamtsumme zusammenzufassen und in einer betrieblichen Gesamtbilanz dem Gesamt-D├╝ngebedarf an N bzw. P2O5 gegen├╝berzustellen.

Ab 2021 m├╝ssen auch bei der Berechnung der 170N Grenze die Vorgaben der "neuen" D├╝ngeverordnung ber├╝cksichtigt werden. Demnach sind folgende Fl├Ąchen von der landwirtschaftliche Fl├Ąche abzuziehen:
  • Fl├Ąchen, die nicht ged├╝ngt und nicht genutzt werden
  • Fl├Ąchen, auf denen die Aufbringung von stickstoffhaltigen D├╝ngern, einschlie├člich Wirtschaftsd├╝ngern, nach anderen als d├╝ngerechtlichen Vorschriften oder vertraglich verboten ist (z.B. WSG Zone II, AUM und VNP).


Befreit von den Verpflichtungen zur DBE, zur Aufzeichnung der D├╝ngedokumentationen und zur Bildung betrieblicher Gesamtsummen sind Betriebe, die
  • auf keinem Schlag wesentliche N├Ąhrstoffmengen an N oder P2O5 aufbringen
  • abz├╝glich Fl├Ąchen nach ┬ž10 (3) Nr. 1+2 < 15 ha LF bewirtschaften, und zugleich
    • maximal 2 ha Gem├╝se, Hopfen, Wein oder Erdbeeren anbauen, und zugleich
    • < 750 kg N Anfall aus Wirtschaftsd├╝ngern tierischer Herkunft nachweisen und zugleich
    • keinerlei Wirtschaftsd├╝nger aufnehmen.


Neuerung D├╝V Noch weitreichender in die D├╝ngepraxis der Landwirte eingreifen wird ab 01.01.2021 die AVD├╝V mit ihren Regelungen f├╝r roten und gelbe Fl├Ąchen. Dabei sind f├╝r rote Fl├Ąchen folgende bundeseinheitliche Ma├čnahmen einzuhalten:
  • Absenkung der N-D├╝ngung auf 20 % unter Pflanzenbedarf im Durchschnitt der roten Betriebsfl├Ąchen
  • fl├Ąchenspezifische Grenze von 170 kg N/ha aus organischen D├╝ngemitteln
  • verpflichtender Anbau von Zwischenfr├╝chten vor Sommerungen (Ausnahme: Ernte der Vorfrucht nach 01.10.)
  • Sommer-/Herbstd├╝ngeverbot von Zwischenfr├╝chten ohne Futternutzung, Wintergerste und Winterraps (Ausnahme bei Raps: Nmin < 45 kg/ha; Ausnahme bei Zwischenfrucht: max. 120 kg Nges aus Festmist von Huf- und Klauentieren)
  • Verl├Ąngerung der Gr├╝nland-Sperrfrist um 1 Monat (1. Oktober bis 31. Januar) und der Sperrfrist f├╝r Festmist von Huf- und Klauentieren oder Kompost um 2 Monate (1. November bis 31. Januar)
  • Begrenzung der D├╝ngung auf Gr├╝nland und mehrj├Ąhrigem Feldfutterbau ab 1.9. bis Beginn Sperrfrist auf max. 60 kg Nges aus fl├╝ssigen organischen Wirtschaftsd├╝ngern
Dar├╝ber hinaus gelten in Bayern 2 weitere Ma├čnahmen:
  • 1 Nmin-Untersuchung je Kultur
  • Untersuchung des wichtigsten Wirtschaftsd├╝ngers im Betrieb auf Gesamt-N, Ammonium-N und P2O5
Auf gelben Fl├Ąchen gelten vor der Ausbringung von phosphathaltigen D├╝ngemitteln folgende Auflagen:
  • erweiterte Gew├Ąsserabst├Ąnde (5 m f├╝r <10% Hangneigung; 10 m f├╝r Ôëą 10 % Hangneigung)
  • verpflichtender Anbau von Zwischenfr├╝chten oder Stoppelbrache vor Sommerungen


Dies ist ein allgemeiner ├ťberblick ├╝ber die Neuerungen und Auswirkungen der D├╝ngeverordnung sowie der ab 01.01.2021 inkrafttretenden Ausf├╝hrungsverordnung D├╝ngeverordnung, erhebt dabei jedoch keinen Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit. Detailliertere Informationen erhalten Sie bei uns in der Maschinenring-Gesch├Ąftsstelle.

Ihr Ansprechpartner bei uns in der Gesch├Ąftsstelle



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