Vorsicht beim FĂ€llen von AhornbĂ€umen mit Rußrindenkrankheit


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Reißt an absterbenden AhornbĂ€umen die Rinde auf und treten darunter dunkle, ruĂŸĂ€hnliche Pilzsporen zutage, sind dies Zeichen fĂŒr einen Befall des Baumes durch die Erreger der Rußrindenkrankheit.

Eine FĂ€llung ist in der Regel – insbesondere in stĂ€dtischen GrĂŒnanlagen oder in privaten GĂ€rten – aus SicherheitsgrĂŒnden unvermeidbar. Die Sozialversicherung fĂŒr Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) rĂ€t, die FĂ€llung und Aufarbeitung nur von dafĂŒr ausgebildeten Fachleuten vornehmen zu lassen, die ĂŒber eine passende AusrĂŒstung und die notwendigen Kenntnisse verfĂŒgen.

Vorsicht Pilzsporen FĂ€llung und Aufarbeitung von kranken BĂ€umen oder Totholz bergen generell eine erhöhte Unfallgefahr. SVLFG-Mitarbeiterin Dr. Alexandra RiethmĂŒller rĂ€t aber auch aus anderen GrĂŒnden, den Aufenthalt in der NĂ€he von AhornbĂ€umen mit Rußrindenkrankheit zu meiden: „Sporen dieser Pilzart können eine Farmerlunge, das heißt, eine EntzĂŒndung der LungenblĂ€schen, auslösen. Auch aus diesem Grund sollten FĂ€llarbeiten an mit dieser Pilzart erkrankten Ahornarten nur von Spezialisten durchgefĂŒhrt werden. Krankheitssymptome, wie zum Beispiel Reizhusten, Fieber, Atemnot oder SchĂŒttelfrost, treten charakteristischerweise sechs bis acht Stunden nach dem Kontakt auf und halten mehrere Stunden, selten ĂŒber Tage oder Wochen, an“. Dr. RiethmĂŒller ist im Bereich PrĂ€vention unter anderem zustĂ€ndig fĂŒr biologische GefĂ€hrdungen, zu denen auch der Erreger der Rußrindenkrankheit des Ahorns gehört. Sie weist darauf hin, dass FĂ€llarbeiten möglichst bei feuchter Witterung durchgefĂŒhrt werden sollten, um eine Ausbreitung der Konidien einzudĂ€mmen. Das befallene Holz eignet sich ĂŒbrigens nicht als Brennstoff.

Schutzmaßnahmen ergreifen GrundsĂ€tzlich rĂ€t die SVLFG-Mitarbeiterin zur Vollmechanisierung (Harvester). Kommt nur eine motormanuelle FĂ€llung in Frage, mĂŒssen entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden. Dazu gehört das Tragen einer persönlichen SchutzausrĂŒstung fĂŒr Waldarbeit. ZusĂ€tzlich werden eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP 2 mit Ausatemventil, eine Schutzbrille und ein körperbedeckender Schutzanzug mit MĂŒtze benötigt. Um die Sporen nicht in andere Arbeitsbereiche oder in die Wohnung zu tragen, mĂŒssen alle mehrfach verwendbaren Teile der Persönlichen SchutzausrĂŒstung nach der Verwendung grĂŒndlich gereinigt werden. EinweganzĂŒge sind fachgerecht zu entsorgen.

Wer hilft weiter? Wer erkrankte BÀume im eigenen Bestand hat, sollte sich an den zustÀndigen Förster oder an die Stadt- oder Gemeindeverwaltung wenden, um das weitere Vorgehen abzusprechen, rÀt die SVLFG. In der Regel können dort auch Adressen von forstwirtschaftlichen Dienstleistern erfragt werden.

Mehr Infos WeiterfĂŒhrende Informationen und eine Musterbetriebsanweisung gibt es im Internet unter www.svlfg.de unter Eingabe des Suchbegriffs Rußrindenkrankheit. FĂŒr eine persönliche Beratung stehen die PrĂ€ventionsmitarbeiter der SVLFG zur VerfĂŒgung. Die regional zustĂ€ndigen Ansprechpartner sind ebenfalls online zu finden unter www.svlfg.de > PrĂ€vention > Ansprechpartner.

Petra Stemmler-Richter
Sozialversicherung
fĂŒr Landwirtschaft,
Forsten und Gartenbau


Fotos: SVLFG


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